Black lives matter

Nach den zahlreichen Posts in diversen Social Media Kanälen der vergangenen Tage zu den Polizeiübergriffen in Amerika, stellt sich die Frage, wo die öffentliche Empörung bei all den Menschenrechtsverletzungen in Ländern wie beispielsweise der Türkei, Syrien, China und anderen geblieben ist. Sind wir so abgestumpft, dass wir nur noch auf mediale Hypes reagieren? Hat jedes Vergehen ein Ablaufdatum, nachdem es uns nicht mehr interessiert? Ist es für einen Grossteil der heutigen Gesellschaft nur noch wichtig, Teil einer über Social Media gestreuten Empörungswelle zu sein?

Wieso sind uns systematische Menschenrechtsverletzungen egal, die über Jahre oder Jahrzehnte passieren? Wieso finden diese Vorgänge keinen Niederschlag in den Sozialen Medien, während wir uns im Gegenzug über Einzelergebnisse echauffieren können, die ohne Frage für sich selbst verachtenswert sind?

Brienz: Camper nicht willkommen

Ach – wie hat sie mit gefehlt!!! Die schweizerische Vorliebe für Verbote, Beschränkungen und Bussen …. Nach zweimonatige Selbstisolation hatten wir uns entschieden das Wohnmobil zu entstauben und aufgrund geschlossener Grenzen einmal das Schweizer Hinterland zu erkunden. Für die Übernachtung nutzten wir einen Stellplatzführer, der uns zu einem Kiesplatz in Brienz führen sollte. Im Dunkeln reihten wir uns neben zehn weiteren Wohnmobilen ein, um zu nächtigen. Doch wir sollten die Rechnung ohne die Brienzer Sheriffs machen, die hinter den Büschen auf der Lauer lagen und allen Wohnmobilen am Pfingstsonntag um 06:05 Uhr (!!!) einen Bussgeldbescheid hinter die Scheibenwischer klemmten. Natürlich schweizerisch korrekt – mit in nachhaltigem Kunststoff verpacktem Schreiben, in dem fein säuberlich aufgeführt wurde, dass man als Camper in unerwünscht sei und man sich als Wohnmobilfahrers des Straftatbestands der Hinterziehung der geschuldeten Kurtaxe schuldig gemacht hat … das ist gelebte Willkommenskultur von Schweiz-Tourismus … Ach – wie freut man sich da doch wieder auf die Grenzöffnung, wenn man als Camper wieder die Gastfreundschaft in den Schweizer Nachbarländer geniessen und sich dort willkommen fühlen darf …

Die Business Fabel von Huhn und vom Schwein

In jedem Projekt gibt es Menschen, die ihre Haut zu Markte tragen. D.h. Mitarbeiter, die sich aktiv beteiligen und auch ein echtes Risiko tragen und damit Verantwortung eingehen müssen. Im agilen Umfeld spricht man von Committment.

Auf der anderen Seite gibt es die Personen, die sich einfach nur über das Projekt informieren wollen. Vielleicht mitreden, kritisieren oder sich auf andere Weise zu beteiligen versuchen. In Tat und Wahrheit sind sie aber letztendlich die Unbeteiligten und stehen in dieser Fabel für das „Huhn“.

Um ein Projekt voran zu bringen, sollte man sich auf die „Schweine“ konzentrieren. Sie sind diejenigen, die für die Ergebnisse der Lieferung verantwortlich sind. Sie sind diejenigen, die die Ergebnisse liefern und die Verantwortung dafür übernehmen. Sie sind diejenigen, für die man – als agiler Coach/Scrum Master – versuchen sollte, den Prozess zu optimieren.

Das Buch-Cover ist erstellt!

Das Cover steht. Der Auftrag für den Probedruck wurde erteilt. Nun heisst es warten, bis das heiss ersehnte Probe-Exemplar in meinem Briefkasten eintreffen wird und einem letzten Augenschein unterzogen werden kann. Dann noch das finale OK erteilen, damit der Verlag Tredition es in wenigen Wochen im Buchhandel listen kann …. 

BALD IST ES SO WEIT !!!

Dann werde ich einen Jugendtraum von mir wird realisiert haben und der erster, von mir gezeichnete Comic wird im Buchhandel gelistet werden.

Früher war alle besser.

Spannende und lehrreiche Monate neigen sich seinem Ende zu. Während ich im letzten Jahr primär damit beschäftigt war, Cartoons zu Tagesaktualitäten zu zeichnen, ging es seit Anfang Jahr darum, die Bilder in eine geschichtliche Abfolge zu stellen. Funktioniert die Story? Wo hat es noch gravierende Fehler in den Cartoons oder dem Ablauf der Geschichte? Was könnte sich noch zu einem Blocker gegen eine Publikation entwickeln?

Irgendwann sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr. Dann muss man sich eingestehen, dass man immer wieder ein neues Detail findet, das sich noch mehr perfektionieren liesse. Ein selbstkritisches Perpetuum Mobile das zu spielen beginnt und einen daran hindert, das Erstlingswerk der Meute an Kritikern zum Frasse vorzuwerfen. Denn zweifelsohne werden diese aus den Löchern kriechen. Ich höre jetzt bereits jetzt schon die höhnenden Worte hinter meinem Rücken: „Was für kindische Zeichnungen“, „Und darüber soll man schmunzeln?“, „Hat der nichts Besseres zu tun?“, … Doch irgendwann melden sich dann die bayrischen Wurzeln zu Worte und flüstern einem ganz sanft ins Ohr: „Basst scho!“ … das ist dann der Moment der Entscheidung. Der Augenblick, an dem der eigene Traum zur Realität wird.

Der Auftrag für den Druck meines ersten Comic wurde kürzlich erteilt. Der vom Verlag zu tätigen Leistungsumfang definiert. Aktuell findet das Lektorat, der Buchsatz und die Cover-Gestaltung nach meinen Vorgaben statt. Danach kann mein Manuskript in den Druck gehen. Wenn der Probedruck meine Erwartungen erfüllt und sonst keine Gründe gegen eine Veröffentlichung sprechen, dann wird mein erstes Buch in wenigen Wochen im Buchhandel gelistet sein und ist ab dann käuflich zu erwerben.